Grußwort der Kongresspräsidenten 2027
Austausch - Vernetzen - Wissen(schaft) - schaffen
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns sehr, Sie im Jahr 2027 im Maritim Hotel Magdeburg zu unserem gemeinsamen Kongress der Mitteldeutschen Gastroenterologen und der Mitteldeutsche Chirurgenvereinigung MGG-MDCV 2027 begrüßen zu dürfen.
Unter dem Leitgedanken
„Austausch – Vernetzen – Wissen(schaft) – schaffen“
möchten wir einen Kongress gestalten, bei dem nicht nur aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem der persönliche und interdisziplinäre Dialog.
Ein besonderes Anliegen ist uns dabei der medizinische Nachwuchs. Die jungen Kolleginnen und Kollegen, die heute ihre Weiterbildung beginnen oder sich mitten in ihrer fachlichen Entwicklung befinden, werden die Gastroenterologie und Chirurgie von morgen gestalten. Wir möchten sie deshalb ausdrücklich ermutigen, diesen Kongress nicht nur als Zuhörerinnen und Zuhörer zu besuchen, sondern sich mit ihren Fragen, ihren Erfahrungen und ihrer eigenen Perspektive aktiv einzubringen. Wissenschaftlicher Austausch, persönliche Begegnungen und früh entstehende fachliche Netzwerke können gerade in dieser Phase wichtige Impulse für den weiteren beruflichen Weg geben.
Gleichzeitig möchten wir die Ordinarii, Chefärztinnen und Chefärzte sowie die Leiterinnen und Leiter unserer Kliniken und Abteilungen herzlich bitten, ihren jungen Kolleginnen und Kollegen die Teilnahme an unserem Kongress nicht nur zu ermöglichen, sondern sie ausdrücklich dazu zu ermutigen und einzuladen. Nachwuchsförderung bedeutet auch, Freiräume für Fortbildung, wissenschaftlichen Austausch und persönliche Vernetzung zu schaffen. Wenn wir die Zukunft unserer Fächer gemeinsam gestalten wollen, müssen wir diejenigen frühzeitig einbeziehen, die diese Zukunft einmal tragen werden.
Die moderne Medizin lebt von Zusammenarbeit. Insbesondere in der Gastroenterologie und Chirurgie überschneiden sich die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zunehmend. Viele Fragestellungen lassen sich heute nicht mehr aus einer einzelnen Fachdisziplin heraus beantworten. Gastroenterologie, Endoskopie, Chirurgie und Viszeralchirurgie sind deshalb mehr denn je auf einen kontinuierlichen Austausch angewiesen.
Unser Kongress möchte genau hier ansetzen: Gemeinsam wollen wir aktuelle Entwicklungen diskutieren, Erfahrungen aus der täglichen Praxis teilen und voneinander lernen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Erkrankungen und Themen, die eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordern: der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), der modernen Endoskopie, der Leber-, Darm- und Pankreasmedizin sowie der interdisziplinären Behandlung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Tumorerkrankungen. Das interdisziplinäre Tumorboard steht dabei beispielhaft für eine Medizin, in der unterschiedliche Fachrichtungen ihre Expertise bündeln und gemeinsam Entscheidungen treffen.
Auch die modernen endoskopischen Blutstillungstechniken zeigen eindrucksvoll, wie rasant sich diagnostische und therapeutische Verfahren weiterentwickeln. Wissenschaftlicher Fortschritt wird dabei erst dann wirklich wertvoll, wenn er seinen Weg in die klinische Praxis findet und unseren Patientinnen und Patienten zugutekommt.
Dabei möchten wir bewusst die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis schlagen. Was ist neu? Was ist relevant? Was lässt sich unmittelbar in unseren klinischen Alltag übertragen? Und welche Erfahrungen können wir aus der täglichen Versorgung miteinander teilen?
Denn Wissen entsteht nicht allein durch Forschung und Publikationen. Es entsteht auch im Gespräch, in der Diskussion und im gemeinsamen Nachdenken über konkrete Fälle und Herausforderungen. Aus Austausch wird Vernetzung, aus Vernetzung entsteht neues Wissen – und aus Wissen kann gemeinsames Handeln werden.
Wir möchten Sie daher ausdrücklich einladen, sich aktiv einzubringen: mit Ihrer Expertise, Ihren Erfahrungen, Ihren Fragen und auch mit kontroversen Positionen. Ein lebendiger Kongress lebt von unterschiedlichen Perspektiven und von einer offenen, kollegialen Diskussion.
Neben einem abwechslungsreichen wissenschaftlichen Programm soll deshalb genügend Raum für persönliche Begegnungen, generationenübergreifenden Austausch, Gespräche und neue Kontakte bleiben. Gerade aus diesen Begegnungen entstehen häufig langfristige Kooperationen, Mentoring, neue Ideen und gemeinsame Projekte.
Wir danken bereits heute allen Referentinnen und Referenten, den beteiligten Fachdisziplinen sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer Unterstützung und ihrem Engagement zum Gelingen dieses Kongresses beitragen.
Wir freuen uns auf einen lebendigen, interdisziplinären und praxisnahen Kongress mit Ihnen – auf Austausch, auf Vernetzung und darauf, gemeinsam Wissen(schaft) zu schaffen.
Herzlich willkommen in Magdeburg!
Ihre Kongresspräsidenten 2027
Dr. med. Götz Leonhardt - MGG
Chefarzt für Innere Medizin
Altmark-Klinikum Gardelegen
Prof. Dr. med. Jörg Fahlke - MDCV
Chefarzt der Klinik für Allgemein- und
Visceralchirurgie
Johanniter-Krankenhaus Stendal